„Ladeinfrastruktur vor Ort“ für KMU

Seit dem 12. April 2021 können kleine und mittlere Unternehmen wieder Zuschüsse für den Aufbau von Ladestationen beantragen. Dabei werden bis zu 80 % der Investitionskosten übernommen. Insbesondere Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sind zur Antragstellung aufgerufen

Mit dem neuen Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ beschleunigt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Aufbau von Ladestationen mit weiteren 300 Millionen Euro.

Förderanträge können kleinere und mittlere Unternehmen seit dem 12. April bis Ende des Jahres stellen. Insbesondere Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes sowie kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften sind zur Antragstellung aufgerufen. Dabei werden bis zu 80 % der Investitionskosten übernommen und im „Windhundverfahren“ bewilligt.

Die Förderung im Detail:

  • Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.
  • Förderfähig sind nur KMU nach der EU-Definition und Gebietskörperschaften, welche den maximalen Fördergesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen.
  • Gefördert wird:
    • der Kauf von Normalladeinfrastruktur (AC und DC) (3,7 kW bis 22 kW) mit bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 4.000 Euro pro Ladepunkt,
    • der Kauf von Schnellladeinfrastruktur (DC) von 22 kW bis max. 50 kW bis zu 80 % der Gesamtkosten, max. 16.000 Euro pro Ladepunkt,
    • der Anschluss an Niederspannung inkl. Installations- und Aufbaukosten in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 10.000 Euro Förderung pro Standort,
    • der Anschluss an Mittelspannung in Höhe von 80 % der Gesamtkosten, max. 100.000 Euro Förderung pro Standort.
  • Eine Förderung der Kombination mit Pufferspeicher ist ebenfalls möglich (max. Förderbetrag ist analog zum dazugehörigen Netzanschluss).
  • Bei beschränkter Zugänglichkeit des Ladepunktes (Öffnungszeiten: mind. 12/6) erfolgt eine Absenkung der Förderhöhe auf 50 % der Förderung.
  • Die geförderten Ladepunkte müssen vertragsbasiertes Laden, Roaming und Ad-hoc-Laden ermöglichen.
  • Verpflichtend ist Strom aus erneuerbaren Energien.
  • Realisiert werden muss die Ladeinfrastruktur bis zum 31.12.2022.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und zur Antragstellung erhalten Sie auf der Homepage des BMVI.